
Hinter der Fassade„Der Albumtitel ist eher der fröhliche Anstrich und die Songs selbst der Blick hinter die Fassade.”, so beschreibt Singer/Songwriter Richard Lenz sein neues Album. Der Titel „Glücksschwein“ ist vielleicht eine Andeutung an die Finanzierung seines Soloprojektes, das sich dem Crowdfunding bedient hat. Glücklich kann er über die Produktion seines eigenen Albums auf jeden Fall sein. Der Sänger, den wir euch zuletzt 2011 mit der EP „Etwas Poesie“ noch mit seiner Band Lenz vorgestellt haben, geht nun Solopfade und hat sich bei der Produktion mit Produzent Andreas Dziuk in Berlin-Schöneberg einer ganz eigenen Albumeinspielung bedient. mehr…

Mutiger SolistSinger/Songwriter gibt es im Musikbusiness wie Sand am Meer. Dennoch haben Männer mit Gitarre und Gefühl eine starke Präsenz und Durchschlagskraft und erfreuen sich einer ungeheuren Beliebtheit. Dies hat spätestens Nick Howard im letzten Jahr mit seinem Sieg bei The Voice Of Germany bewiesen. Authentizität und Simplizität sind dabei die Schlüssel zum Erfolg. Der New Yorker David Jonathan möchte eben mit diesen beiden Eigenschaften punkten und bringt dieses Frühjahr mit „Catskill“ seine EP heraus. Der Musiker, der zuvor bereits mit seiner Band Napoleon u. a. bei Rock am Ring gespielt hat, baut dabei auf einfache Beats und Charme. mehr…

Bilder mit zarten TönenImmer wieder suchen Musiker den direkten Draht – nicht zu den Verstärkern, sondern ungefiltert zu den Hörern (im Raum). Singer/Songwriter haben praktisch immer Saison. Es gilt dabei einfach nur die richtige Stimmung einzufangen/zu vermitteln. Aufgewachsen in Westen von Berlin, mit Studium an der Mannheimer Popakademie, hat sich Agata Paulina ihrer Wahlheimat Hamburg verschrieben. Neben ihrer Arbeit als Gesangscoach dem Singer/Songwriterin-tum verbunden. Namhafte Größen wie Tori Amos, Feist oder die Beatles halten als Inspirationsquelle her. mehr…

Eine Güteklasse deutscher MusikEs gibt Künstler, bei denen man sich richtig auf das Nachfolgealbum freut – weil man weiß, dass es einfach gut wird. Eben so ist es mir bei Kellner ergangen. Endlich ein neues Werk der sympathischen Bayern, das zwar den sonstigen Ein-Jahres-Turnus um ein paar Tage verpasst hat, sich aber dennoch nahtlos an die drei Vorgängeralben „This Ocean Life“, „Hey Dude“ und „The Road Sessions“ anreiht. Der Titel „Kinda Wild“ bietet den ersten Anhaltspunkt darauf wie das Album gestrickt ist: ein wenig wilder, etwas rauer und vor allem spürbar rockiger. mehr…

Der Zauber eines LächelnsEine Kanadierin schickt sich an uns mit ihrer neuen EP den Frühling anzukündigen. „Saturated Spring“ wird als Mischung zwischen herzerwärmendem Piano-Pop und betrübt beschwingtem Songwriter-Ideal beschrieben. Und diese Beschreibung bestätigt sich bei den ersten Klängen von „Shoes Of Glass“ unmittelbar. Eine weiche Melodie, mit fröhlich stimmenden Drumbeats, entschwindet den Boxen, an die sich die sanfte Stimme von Valery Glore, die eine unglaubliche Wärme ausstrahlt, schmiegt. Schnell erwischt man sich beim Vergleich mit der Britin Natasha Bedingfield. mehr…

OriginärWährend sich Andere im Wettstreit um Effekt(e) gerne selbst verlieren, reduziert das Heidelberger Trio “Walter Blau“ Musik auf ihren Kern. Liedermacher, wenn man so will, die Instrumente den Geschichten unterordnen, einfache Melodien der Brechstange vorziehen. Gitarre, Bass und Kistentrommel als Fundament für einen Sänger, der sich als Erzähler gibt und dabei an eine Mischung aus Heinz Rudolf Kunze und Reinhard Mey erinnert. Mal melancholisch, dann wieder mit einem Augenzwinkern. mehr…

Sing, kleiner VogelWährend sich nun leider auch “The Voice“ (Kids) daran versucht das nächste “Wunderkind“ ans Mikrophon zu holen, hat sich eine junge Britin bereits in die Herzen weltweiter Fans gesungen. Schon im letzten Jahr tänzelt die damals 15-jährige Singer/Songwriterin aus Großbritannien ganz leise und leichtfüßig durch die internationalen Charts. Birdy hat mit der Eigeninterpretation der Bon Iver Nummer “Skinny love“ nicht nur die heimischen Radiostationen in Verzückung versetzt, sondern Länder übergreifend Erfolge gefeiert. Als Tochter einer Konzertpianistin und mit dem frühen Willen eigene Songs zu schreiben, gewinnt sie im Alter von 12 Jahren den Musikwettbewerb “Open Mic UK 2008“. Der Plattenvertrag mit 14th Floor Records (Biffy Clyro, Damien Rice) folgt auf dem Fuße und fortan werden die spartanisch inszenierten und gefühlvollen Lieder der Jasmine van den Bogaerde in die Welt getragen. mehr…

Es schneitMan könnte meinen – es ist ewig Winter in Island. Nur im Sommer klettern die Temperaturen über 10 Grad, brechen aber für gewöhnlich auch im Winter nicht weiter unter die Null Grad Grenze durch. Bekannt als Vulkaninsel und mit gerade mal knapp 320.000 Einwohnern als kleiner europäischer Nachbar belächelt. Doch immer wieder erreichen isländische Künstler das Festland. Ob Björk, Sigur Rós, Emiliana Torrini oder zuletzt die Indie Rock Formation “Of Monsters and Men“. Snorri Helgason stammt aus Reykjavik und gehört der Folk inspirierten Zunft der Singer/Songwriter an. In Eigenregie erlernt er das Gitarrenspiel, singt und komponiert. Vergleiche mit Größen wie Paul Simon, Harry Nilsson und Neil Young schmücken seine Biografie. mehr…

Never walk aloneEin Mann auf der Suche nach sich selbst. So oder so ähnlich darf man den Weg von Philipp Makolies Gitarrist von Polarkreis 18 und Woods of Birnam, bezeichnen. Allein, allein startet der junge Dresdner sein Soloprojekt. Mit seiner Ausstattung – eine alte Nylonsaitengitarre, die er mit elf Jahren zum ersten Gitarrenunterricht erhielt – wagt er sich in Eigenproduktion an elf ganz spezielle Songs. Die Gitarre wird mehr gezupft als angeschlagen, die Stimme ruhig und leise (meist hinter das Instrumentarium zurückfallend), die Texte mehr nach innen als außen gesprochen. Ein eigenwilliger Folksound, den uns der Gitarrist präsentiert. mehr…

BauchgefühlAm 24. November 2011 ging “The Voice Of Germany“ auf Sendung. Eine Talentsuche, die in der Folge dem ausgelutschten Castingshow Thema frischen Wind verleihen sollte. Ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera 2012 (Beste Unterhaltung), in mindestens 30 weiteren Ländern ebenfalls ausgestrahlt. Als ein Schützling des “Team Rea“ (Rea Garvey) konnte sich der junge Flensburger Michael Schulte bis ins Finale durchkämpfen. Begleitet von seiner Akustikgitarre hatte sich der Singer/Songwriter bereits als YouTube Phänomen einen Namen gemacht. Er ist ein Verfechter der leisen Töne. Nachdenklich, gefühlvoll – auf den emotionalen Kern reduziert. mehr…