
Ich beschwöre keine vergangenen Epochen«, sagt SCHMIDT, »sondern ein Lebensgefühl. Diesen Gedanken der Freiheit, der immer mal wieder seine Zeiten hatte, in der Kunst, im Leben. Sich einer von außen aufgedrückten Verantwortung zu ergeben – mit 23 den Bachelor, mit 26 in Top-Position. Das bin ich nicht. Warum nicht jeden Tag leben, als wäre er allein ein ganzes Leben wert? «SCHMIDT ist gerade 22. Kaum zu glauben, so sehr scheint sie in sich zu ruhen. Genussvoller Exzess ist für sie keine Flucht, sondern bewusst zelebriertes Leben. »Ich bin ein fest verwurzelter Baum«, lächelt sie. »Ein fest verwurzelter Baum, der seine Äste ganz weit in alle Richtungen streckt, aber nie den Halt verliert.« mehr…

unPOPulärMeike Schrader sucht mit ihrer Musik nicht zwangsläufig die große Bühne, sondern vielmehr den Kreis von Zuhören, die bereit sind einzutauchen und zu verstehen. Beeindruckt von ruhelosen Künstlerinnen wie Tori Amos, Tracy Chapman, Fiona Apple oder Ani die Franco bekennt sie sich zur Kunst abseits des Kommerz’. Seit 1999 arbeitet sie in unterschiedlichen Projekten – sowohl eigenen als auch als Gastsängerin bei Udo Lindenberg, Fettes Brot oder Nils Koppruch. Als eine der Initiatorinnen der Hamburger Konzertreihe “Sängerknaben & Sirenen“ gibt sie jungen Singer/Songwritern aus aller Welt die Möglichkeit neue Fans zu gewinnen. mehr…

Doo-Wops & GentlemenMit Wurzeln im Gospel, Jazz und Barbershop Gesang ebnet sich in den 50ern und frühen 60ern ein Musikstil namens Doo Wop den Weg Richtung Mainstream. Elemente aus Pop und Rhythm & Blues bilden das Fundament für die eingängigen, stimmfokussierten Songs. Einfache Rhythmik, wenig bis keine Instrumentierung und simpel gehaltene Lyrics – meist über das Thema Liebe – bestimmen das Geschehen. Über die Jahre erlebt das Genre durch Coversongs und Neuaufnahmen unterschiedliche Revivals. So wird Billy Joels “The Longest Time“ 1984 zum Hit oder versuchen sich “Huey Lewis and the News“ ebenso an einem Cover (It’s all right, 1993) wie die “Red Hot Chili Peppers“ (Teenager in love, 2002). mehr…

Swing when you’re agingWährend sich andere Menschen mit Anfang 50 schon Gedanken über den Vorruhestand machen, zeigt sich Paul McCartney keinesfalls dem fortgeschrittenen Alter ergeben. Nur wenige Monate vor seinem 70. Geburtstag beschenkt er sich und seine Fans mit einem Album, das die Musik seiner Kindheit zelebriert. “For years I’ve been wanting to do some of the old songs that my parents’ generation used to sind at New Year.“ Mit dem Grammy prämierten Produzenten Tommy LiPuma, sowie Diana Krall mit Band setzt er “Kisses on the bottom“ in den legendären Capitol Studios in Los Angeles, New York und London in die Tat um. Schon immer Experimenten zugeneigt und zuletzt mit “Ocean’s Kingdom“ (2011) wieder auf Klassikpfaden unterwegs, zeigt er sich nun von seiner jazzigen Seite. mehr…

Let me tell you a storyEs ist schon beachtlich in welcher Beständigkeit “The Roots“ neue Alben abliefern, die auch nach fast 25 Jahren Bandgeschichte keinerlei Verschleißerscheinungen zeigen. Gegründet von Sänger Tariq “Black Thought“ Trotter und Drummer Ahmir “Questlove“ Thompson zeigen sie sich mit ihrem Organic Hip Hop stets über die Fragwürdigkeit und Wechselwirkung eines ganzen Genres erhaben. Ein Fundament angereichert mit Jazz, Soul, Rock und Funk und bestimmt von intelligentem Songwriting mit lyrischem Gehalt. mehr…

25 Jahre und noch weiserTraditionell werden in der Vorweihnachtszeit, neben den obligatorischen Weihnachtsalben, auch immer wieder Best Of Compilations verschiedenster Künstler auf den Markt geworfen. Gordon Matthew Thomas Sumner, besser bekannt unter dem Namen Sting, hat derer bereits 2 in seiner Discographie: “Fields of Gold: The Best of Sting 1984-1994“ und “The Very Best of Sting & The Police”. Der englische Musiker, Schauspieler, Aktivist und Philanthrop hat erst mit “The Police” und seit Mitte der 80er als Solokünstler Musikgeschichte geschrieben. Dabei Hits wie “Englishman in New York“, “If I ever lose my faith in you“ oder “All for love” (mit Bryan Adams und Rod Stewart) ins Gedächtnis der Menschheit gepflanzt. mehr…

Guy Chambers ist ein sehr geschätzter Songwriter und Produzent. Alben von Robbie Williams oder James Blunt tragen seine Handschrift. Die junge Berlinerin Schmidt hatte unlängst das Glück auch als Deutsche in den Genuss der musikalischen Zusammenarbeit gekommen zu sein – und das gleich bei ihrem Debüt. mehr…

(Wieder-)Aufguss gefällig?Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis sich der kanadische Vorzeigeswinger und Liebling aller Schwiegermütter Michael Bublé dem Weihnachtsthema annimmt. Er bleibt dem “Alle 2 Jahre wieder“ Studiorhythmus treu und veröffentlicht mit “Christmas“ seinen ersten und umfassend von Klassikern gespickten Feiertagssoundtrack. Nachdem er mit Alben wie “It’s time“ (2005), “Call me irresponsible“ (2007) und “Crazy love“ (2011) zahlreiche Platinauszeichnung einheimsen konnte und zum Big Band/Traditional Pop Superstar avancierte, beschenkt er nun seine zahlreichen Fans mit Coverversionen von “Have yourself a merry little christmas“ (Hugh Martin, Ralph Blane), “Ave Maria“ (Franz Schubert), “Santa Claus is coming to town“ (John Frederick Coots, Haven Gillespie) bis hin zu Mariah Careys “All I want for chistmas“ (diese Nummer tatsächlich mal etwas frisch, und weg von der Vorlage). mehr…

All the wayDie Bezeichnung Contemporary Blues spiegelt nichts Anderes wider als die Übertragung einer Stilrichtung, die im späten 19. Jahrhundert ihren Ursprung fand, in zeitgenössische Musik. Keb Mo (mit bürgerlichem Kevin Moore) zeichnet sich seit beinah 20 Jahren (berücksichtig man sein frühes Debüt “Rainmaker“ von 1980, noch viel länger) für diese Mission verantwortlich. 1998 ist er u. a. mit dem Beitrag zu “Am I wrong“ auf dem Peter Maffay Album “Begegnungen“ zu hören. Seine Mischung aus Delta, Country und traditionellem Blues, sowie Elementen aus Gospel und Soul trägt ihn über Zeit, so daß er im Alter von 60 Jahren immer noch zu den Szenegrößen gehört. mehr…

Jazz LadyKürzlich erst mit dem German Jazz Award ausgezeichnet, tischt Pe Werner nun mit ihrem 13. Album groß auf. Die Wahl-Kölnerin, die seit 20 Jahren im Musikgeschäft umherwirbelt und als Jazz Königin des Landes betitelt werden darf, ist vielfältig und selbstbewusst. Dies bestätigt sie selbst, in dem sie sagt, dass sie stilistisch in keine Schublade, sondern eher in eine Kommode passt. Ihre Berufsbezeichnung, die gleich drei Schrägstriche benötigt, bringt dies am besten zum Ausdruck: Singer/Songwriterin/Buchautorin/Kabarettistin. mehr…