Nightshade – The beginning of eradication

Erscheinungsdatum: 07. November 2008 / Label: Rising Records (SPV)

10.11.2008

CD-Review

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Im Schatten der Genrekollegen

Frankreich ist, wenn es um die eigene Sprache geht, sehr verbunden mit Tradition und Selbstdefinierung. So werden auch nicht selten selbst die TV-Songs amerikanischer Serien oder Filmtitel in die eigene Landessprache übersetzt. Auch die Charts weisen immer wieder klassische Chansonkünstler auf, die so vielleicht nur noch in Kanada oder der Schweiz vorgefunden werden. Im krassen Gegensatz dazu stehen “Nightshade” aus Brest, die mit ihrer Deathcore/Grind Attacke mehr den amerikanischen und britischen Vorbildern wie “Bring Me The Horizon”, “All Shall Perish” oder “Carnifex” nacheifern. Wenig verwunderlich, daß sie mit dieser unkonventionellen Musik bei einem UK Label unter Vertrag stehen. mehr…

United Nations – United Nations

Erscheinungsdatum: 14. November 2008 / Label: Eyeball (Cargo Records)

04.11.2008

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Alter Schwede

Schenkt man den vage gehaltenen Informationen im Internet Glauben versteckt sich hinter dem Bandnamen “United Nations” eine Supergroup der besonderen Art. Keine Geringeren als Geoff Rickly (Thursday), Daryl Palumbo (Glassjaw, Head Automatica), Ben Koller (Converge) oder Christopher “Chree” Conger (Ex-The Number Twelve Looks Like You) haben ihre Finger im Spiel. Seit 2004 kursiert das Gerücht über ein Grindcore/Hardcore Punk Album, das durch anderweitige Verpflichtungen der Einzelnen immer wieder auf Eis gelegt werden musste. “Thursday” ist nach der zwischenzeitlichen Labelsuche mittlerweile bei Epitaph untergekommen, dennoch ist Rickly, auf Grund der vorübergehend ausstehenden vertraglichen Bindung, der einzige Beteiligte, der offiziell mit dem noisigen Projekt in Zusammenhang gebracht wird. Auf Bandfotos blicken einem dann auch nur relativ emotionslos dreinblickende Ronald Reagan Masken entgegen. mehr…

Mendeed – Musikalischer Nachruf

Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2008 / Label: Rising Records/SPV

28.10.2008

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Manchen Bands bleibt nicht genug Lebenszeit auf dieser Erde, um all ihre Möglichkeiten auszuspielen. So ein Beispiel sind Mendeed aus dem schottischen Glasgow. Nur 4 Jahre Schaffenszeit blieb ihnen um ihre Mischung aus Metal, Thrash und Hardcore von 2003 bis 2007 zu präsentieren. Dann war es auch schon vorbei mit dem Ruhm und Tatendrang, die Gründe blieben, trotz Verkündung von Gitarrist Steven Nixon es handele sich um Konflikte mit dem Bandmanagent, weitestgehend im Dunkeln. In dieser Zeit hinterließen David Proctor (Gesang), Steph Gildea, Steven Nixon (Gitarre), Chirs Lavery (Bass, Gesang) und Kevin Matthews (Schlagzeug) drei EPs, drei Singleauskoppelungen und zwei komplette Studioalben, welche beide unter ihrem Label Napalm Death erschienen, bei dem sie 2006 unter Vertrag gingen. mehr…

Nato – Kill the fox to foil the plan

Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2008 / Label: Rising Records (SPV)

22.10.2008

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Der Anfang vom Ende

“Not bad for a start…!” heißt es am Schluß der Kurzbiografie von “Nato”. Dabei hat die Laufbahn der englischen Metalcore Formation bereits geendet bevor sie überhaupt die Nordsee oder den Ärmelkanal überwinden konnten. Das Quartett aus Falmouth, Cornwell hat unlängst den Termin für die letzte Show in ihrer Heimatstadt bekannt gegeben. Dabei fing alles durchaus viel versprechend an. Noch im Teenageralter unterzeichnen sie ihren ersten Plattenvertrag bei Rising Records. Die ersten Videos werden auf entsprechenden Musiksendern gezeigt und “Kill em dead cowboy” von Matt Tuck (Bullet For My Valentine) in die persönlichen “Top Ten Videos on MTV2 2008″ übernommen. Supportact von Bands wie “Bring Me The Horizon”, “Johnny Truant”, “Parkway Drive” oder “Enter Shikari”. Doch was bleibt ist der letzte Gig im Dezember und das Debütalbum “Kill the fox to foil the plan”. mehr…

Ehnahre – The man closing up

Erscheinungsdatum: 22. September 2008 / Label: Sound Devastation

11.09.2008

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Experimentell wäre untertrieben

Es liegt nicht selten ein schmaler Grad zwischen Geräuscherzeugung und tatsächlichem Lärm. Im Zusammenhang mit Musik klingen beide Begriffe wenig schmeichelhaft, doch die Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters. So lässt sich vielleicht auch der künstlerische Hintergrund von “Ehnahre” erklären. Düster, schleppend – fast schon wie ein kriechendes Monster – geben sie sich einer Klangkulisse hin, die sich Melodien und Linien verweigert und ihre Energie aus verstörender Dunkelheit zieht. Fragmente, die über den Hörer zusammenbrechen. Vocals werden nur spärlich, dafür aber umso effektvoller eingesetzt. Tiefe Schreie und helles Flehen sind nur 2 Ausdrucksvarianten. Es lebe die instrumentale Dramaturgie und sperrige Dissonanz. Basierend auf Erzählungen des amerikanischen Poeten Donald Justice überliefert “The man closing up” in 5 langen Kapiteln eine musikalische Geschichte, die wahrscheinlich nur wenige greifen können. Für mich stellt sich der Death Metal/Doom/Jazz Grind Cocktail aus Boston als zu ungenießbar dar, um einen weiteren Schluck zu probieren. Abstrakt und ohne erkennbares Muster, auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit. mehr…

Trigger The Bloodshed – Purgation

Erscheinungsdatum: 22. August 2008 / Label: Rising Records (SPV)

19.08.2008

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Grind

Wenn man es mit Begriffen wie “Abzug” und “Blutvergießen” in einem Bandnamen zu tun hat, dürfte die Marschrichtung eigentlich relativ klar sein. Nimmt man noch die Wahrscheinlichkeit derzeit überschüssig kursierender Extrem Metal Formationen hinzu, ist die Gewissheit groß, daß man es im Falle des britischen Quintetts nicht mit der Version “familienfreundliches Vorabendprogramm” zu tun hat. Hier erwartet den geneigten Hörer Grindcore/Death der rücksichtslos über einen herfällt. Zu den Support Slots bei “Napalm Death”, “Narcosis” und “Architects” kam es somit nicht zufällig. mehr…

Agenda Of Swine – Waves of human suffering

Erscheinungsdatum: 13. Juni 2008 / Label: Relapse (rough trade)

09.07.2008

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Frosch im Hals

Extreme Musik muß nicht zwangsläufig extreme Wege gehen und so ist bei aller Brachialität gerne die Rede von kontrolliertem Chaos. So auch bei “Agenda Of Swine”, die aus den Ruinen von “Bunumb” und “Vulgar Pigeons” auferstanden sind. Grind, Metal und Hardcore sind die Eckpfeiler – zwischen Thrash Gitarren, wüsten Double Bass Attacken und Old School Groove. mehr…

Coldworker – Rotting paradise

Erscheinungsdatum: 16. Mai 2008 / Label: Relapse (rough trade)

05.06.2008

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“Darf’s ein bißchen mehr sein?!”

Aus Örebro in Schweden stammt eine Formation, die sich nichts anderes als “Full blasting death metal” zum Motto gewählt hat. Bestehend aus ehemaligen und aktuellen Mitgliedern von Bands wie “Nasum”, “Relentless”, “Ruin” und “Phobos” machen die Schweden unmissverständlich klar, dass sie in ihrer Musik keine Kompromisse oder Anbiederungen sehen, sondern pure Härte und Bösartigkeit mit Technik in Einklang bringen. Ähnlich einer Mixtur aus europäischem Grindcore und amerikanischem Death Metal steht der Name “Coldworker” seit 2006 für extreme Musik aus dem hohen Norden. mehr…

Resistance – Two sides of a modern world

Erscheinungsdatum: 23. Mai 2008 / Label: Alveran (Soulfood Music)

28.04.2008

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Musikalische Endlosschleife

Benelux Krawallmacher – die Zweite. Nachdem zuletzt “Do Or Die” mit ihrem neuen Album “Pray for them” überzeugen konnten, stellen sich nun “Resistance” dem Juryurteil. Das belgische Quintett läuft unter der Bezeichnung Extrem Metal und vereinigt Death, Grind und Hardcore unter ihrem Banner. Seit 2003 kursiert der Bandname in der belgischen und französischen Szene und im Rahmen des letztjährigen Pressure Festes konnte sich erstmals auch das deutsche Publikum ein Bild von den Fähigkeiten auf der Bühne machen. mehr…

Burning Skies – Greed.Filth.Abuse.Corruption

Erscheinungsdatum: 21. März 2008 / Label: Lifeforce (Soulfood Music)

16.04.2008

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Schon bei “Desolation”, dem 2006 erschienenen Werk von “Burning Skies”, hatte ich zur Einleitung geschrieben, dass man sich mit dem Sound der Scheibe die Gehörgänge freiblasen könne. Knapp 2 Jahre später setzen die Jungs aus Bristol noch mal einiges an Härte drauf und erschaffen mit ihrem aktuellem Album “Greed.Filth.Abuse.Corruption” einen enormen Hassbrocken, der es in sich hat. Experimentierte man auf dem Vorgänger noch mit verschiedenen Stilen – darunter Deathmetal, Blackmetal, Thrash und Hardcore – verschiebt sich das Gefüge nun mehr Richtung Deathmetal und Grindcore. Die Thrash-Anleihen sind nur noch sporadisch zu vernehmen. Hardcore Gangshouts, welche man auf “Desolation” noch des Öfteren zu hören bekam, wurden bis auf den Track “Emokalypse” völlig von der Platte verbannt – was ich persönlich etwas schade finde, da sie enorm aufgelockert haben. mehr…