
”Wo keine Worte sind, da ist Musik”, so lautet der Titel ihrer 2002 erschienen Autobiographie. Und das die hauptberufliche Musikerin Katja Werker eben dieses Motto lebt, stellt sie nun auch mit einem rein deutschsprachigen Album unter Beweis. Nach dem Erfolg ihrer letzten LP ”Dakota” (2008), das englisch eingesungen war, besinnt sie sich nun auf eigene Kompositionen und Erzählungen in ihrer Muttersprache. Die seit 1999 aktive Singer/Songwriterin betritt damit erstmals ”Neuland”. Die Unsicherheiten im neuen Sprachgewand versucht sie durch das instrumentale Arrangement zu verdrängen, in dem sie Akustik- und E-Gitarren, sowie den Flügel, selbst einspielt. Die übrigen musikalischen Komponenten, wie etwa das Cello oder die Geige, werden durch befreundete Musikerkollegen beigesteuert. mehr…

Mehr als ein NebenprojektMan sollte meinen, daß Brian Fallon mit der Wahrnehmung seiner Aufgaben und Pflichten für und mit “The Gaslight Anthem“ mehr als ausgefüllt ist: Auf dem Weg echte Heartland/Alternative Rock Superstars zu werden und nebenbei ein beachtliches Tourpensum. Doch weit gefehlt, denn gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Roadie Ian Perkins beginnt er die dunklere Seite der Soul Musik zu ergründen. Aus dem freien Schreiben (auf Tour), werden konkrete Songideen und es entsteht der Wunsch diese in einem Studio festzuhalten. mehr…
(Fast) Parallel zum Tourauftakt der BEACH TOUR veröffentlichen Deep Sea Diver ihre erste Single, die – wie sollte es auch anders sein – „BEACH“ heißen wird. Der Song lädt mit seinem vielschichtigen Arrangement, bestehend aus verhallten Chören und reduzierter Instrumentierung, zum Immer-Wieder-Hören ein und man wähnt sich als Hörer eher am nebligen Kiesstrand Neufundlands als in mediterranen Klimazonen.

Country RoadsDen traditionellen Klängen amerikanischer Countrymusik experimentelle bis alternative Elemente beizumischen, unterstellt die Absicht nicht immer und zwangsläufig den einfachen Weg gehen zu wollen. Die aus Portland, Oregon stammende Band “Blitzen Trapper“ haben sich gerade mit und wegen dieser Mischung einen hohen Stand bei Fans und Kritikern eingehandelt. Ihre Single “Wild Mountain Nation“ schafft es in die Top 100 der Rolling Stone’s “100 Best Songs of 2007“. “Furr“ sogar auf Platz 13 der Rolling Stone’s “Best Albums of 2008“. mehr…

Progressive Pop PoetryBei der alles einnehmenden Präsenz einer Lady Gaga vergisst man leicht, daß es noch weitere Popsternchen am Himmel gibt. Die dänische Singer/Songwriterin Aura Dione hat sich im November 2009 dazwischen platziert. “I will love you monday (365)“ erklimmt die Spitze der deutschen Radio- und Singlecharts. Eine beschwingte Gute Laune Nummer, die nach One Hit Wonder schreit. Doch bereits die darauf folgende Single “Song for Sophie“ kann den Erfolg, wenn schon nicht ganz aufwiegen, dann zumindest bestätigen. Das dazugehörige Album “Columbine“ geht weltweit mehr als 100.000 Mal über den (digitalen) Ladentisch und zeigt eine ambitionierte Künstlerin, die sich tänzerisch zwischen Folk und Pop bewegt. mehr…

HerbstimpressionenAne Brun findet vergleichsweise spät zu ihrer musikalischen Berufung. Erst im Alter von 21 Jahren bringt sie sich selbst das Gitarre spielen bei und bricht aus Oslo auf, um ihre selbst erlernten Fähigkeiten in den Straßen von San Sebastian und Barcelona vor “laufendem“ Publikum auf die Probe zu stellen. 13 Jahre später blickt die gebürtige Norwegerin auf Platin veredelte Alben wie “A Temporary Dive“ und “Duets“ (2005), sowie den Norwegischen Grammy zurück Aber nicht nur Skandinavien liegt der Liedermacherin zu Füßen. Nach und nach wird die Musikwelt auf sie aufmerksam und zeigt sich ihrer Mischung aus Folk und Kammerpop zugetan. mehr…

CrossoverZwei Männer begegnen sich. Beide lieben die Musik. Beide mögen und respektieren einander. Was liegt da näher als ein gemeinsames Musikprojekt. Zwischen Berlin und New York schreibt jeder der Beiden seine Songs und sammelt Ideen. Grenzüberschreitend findet ein Austausch und gegenseitiger Einfluss bzw. Eingriff statt. Dallas Kincaid schreibt seit 2010 an den Songs und überlässt diese Pablo Ramón Rodriguez Rivero alias EvilMrSod zur Kritik, Ergänzung und Verfeinerung. Gleiches geschieht andersherum. Gemeinsam schaffen es die Beiden durch die gegenseitige Inspiration 13 Songs fertigzustellen, die aufgenommen werden wollen. Herausgekommen ist die Platte ‘“Subterranean Power Strain“. mehr…

Wenn Bayern nach Nordamerika klingt, dann stecken die Herrschaften von The Incredible Moonband dahinter. Das Münchener Quintett hat sich mit Leib und Seele dem Folkrock verschrieben und stellt dies auch auf seinem zweiten Longplayer ”The Significance Of Denavigation” unter Beweis. Der Sound ist rein und leicht. Viele Akustische Elemente und weicher Gesang bestimmen den Ton. Hinzu gesellen sich Instrumente, die so nur selten zu finden sind: eine Ukulele, ein Glockenspiel und eine irische Bouzouki. Trotz dieser instrumentalen Vielfalt wirkt das ganze Arrangement auf mich wie das Werk von Straßenmusikanten. mehr…

All the wayDie Bezeichnung Contemporary Blues spiegelt nichts Anderes wider als die Übertragung einer Stilrichtung, die im späten 19. Jahrhundert ihren Ursprung fand, in zeitgenössische Musik. Keb Mo (mit bürgerlichem Kevin Moore) zeichnet sich seit beinah 20 Jahren (berücksichtig man sein frühes Debüt “Rainmaker“ von 1980, noch viel länger) für diese Mission verantwortlich. 1998 ist er u. a. mit dem Beitrag zu “Am I wrong“ auf dem Peter Maffay Album “Begegnungen“ zu hören. Seine Mischung aus Delta, Country und traditionellem Blues, sowie Elementen aus Gospel und Soul trägt ihn über Zeit, so daß er im Alter von 60 Jahren immer noch zu den Szenegrößen gehört. mehr…

Melancholisch schönSie klingen ein wenig wie Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad (ABBA) auf den Spuren von Simon & Garfunkel. Die beiden Schwestern Allison und Catherine Pierce haben sich einem eingängigen 70er Folkpop/AOR Sound verschrieben und dabei ganz nebenbei die Staaten und Großbritannien verzaubert. Das Duo aus Alabama betritt bereits im Jahr 2000 mit seinem selbstbetitelten Debüt die Spielfläche. Sie wachsen mit der Musik ihrer Eltern, echte Hippies, auf und zeigen sich scheinbar von Größen wie Joni Mitchell oder Fleetwood Mac beeindruckt. Retro ist nicht neu, doch gelingt es den Beiden über die weiteren Veröffentlichungen “Light of the moon” (2005) und “Thirteen Tales of Love and Revenge” (2007) ihre ganz eigene Art der Auslegung zu definieren. Melancholisch schön, immer wieder von wärmenden Sonnenstrahlen erhellt. Die Songs “Three Wishes” und “Secret” sogar im Rahmen der TV Serie Gossip Girl zu hören. mehr…