

„Redcraving – Berlin Emocore“ prangt auf der offiziellen Homepage der fünf Jungs aus besagter bundesdeutschen Hauptstadt, was doch etwas verwunderlich ist. Für gewöhnlich machen sich Bands aus dem großen Topf der Core-Klänge immer ein Stück härter, als sie eigentlich sind – hier ist es offensichtlich mal umgekehrt, denn Lethargic, way too late ist ungefähr so weit weg vom Emocore, wie ich von der ersten Million. mehr…

Neues aus Great BritainDie Briten spülen den europäischen Nachbarn ja ganz gerne mal das ein oder andere musikalische Strandgut an Land und sorgen nach nationalen oft auch für internationale Begeisterungsstürme. Im Fall von “Templeton Pek” hat man es zur Abwechslung aber nicht mit der nächsten Indie Sensation oder 60s Retro Sound Künstlerin, sondern mit einer waschechten Punkband zu tun. Die 3 Musiker aus Birmingham sorgen in der Heimat schon seit geraumer Zeit und nicht nur im Rahmen namhafter Festivals wie der Taste Of Chaos Tour oder dem Give It A Name, sowie Supportgigs bei Kollegen wie “Taking Back Sunday”, “Millencolin” oder “No Use For A Name”, für Aufsehen. BBC 6, XFM und Kerrang! Radio supporten das Trio ordentlich und die Videos zu den ersten beiden Singles werden in die Rotation von MTV2 oder Scuzz TV aufgenommen. mehr…
Gut aufgehoben
“Tomorrow I’ll play god” gehörte sicherlich zu den Genrehighlights 2006. Emotionale Rockmusik war zu diesem Zeitpunkt schon deutlich durch Überspieltheit verwässert und doch konnte die 2. Platte der Berliner Formation “5Bugs” im Vergleich bestehen. Überzeugend nicht zuletzt durch die hohe Hitdichte und den bestechenden Gesang von Frontmann Chris Dumhard. Den gerechten Lohn konnte man sich dann mit Auftritten im Rahmen von Rock am Ring und dem Taubertal Open Air einfahren. mehr…
Aufwühlend inszeniert
Horrorfilmfreunde kennen nur zu gut die beklemmende Wirkung einer musikalischen Szenenuntermalung. Spannung und Nervenkitzel werden erzeugt – allein durch die bedrohliche Stimmung, die ein effektvolles Pianospiel hervorrufen kann. Paradebeispiel “Tanz der Teufel” oder die düsteren Fantasysoundtracks von Komponist Danny Elfman (Nightmare Before Christmas, Sleepy Hollow, Armee der Finsternis, Hellboy). Dieser Wirkung bedienen sich auch “My Own Private Alaska” aus Frankreich. Lediglich um ein Schlagzeug als stoischer Taktgeber und das gellende Geschrei von M. erweitert. mehr…
Emo Pop wird erwachsen
“Fall Out Boy” sind vielleicht nicht die Erfinder des Pop Punks haben aber mit der Veröffentlichung ihres Erfolgsalbums “From under the cork tree” 2005 eine regelrechte Welle an neuen Bands losgetreten, die für eine spaßorientierte Mischung aus markanten Gitarrenklängen und emotionalem Gesang stehen. Ableger wie “Cute Is What We Aim For”, “Cobra Starship” und nicht zuletzt “Panic At The Disco” sind nicht umsonst beim gleichen Label (Fueled By Ramen) beheimatet. Und so greift man sich immer wieder gegenseitig unter die Arme, protegiert über das eigene Label Decaydance den Nachwuchs und zeigt über die US-amerikanischen Landesgrenzen hinaus Flagge. Bei all dem Erfolg von Bands wie “Paramore” oder “Panic At The Disco” in Deutschland bleiben “Fall Out Boy” für mich das Original. Ihren besonderen Facettenreichtum belegen sie mit dem Nachfolger “Infinity on high”, auf dem u. a. Ausflüge in den Hip Hop und Gospelbereich gewagt werden. mehr…
Ein und aus
“Having Trouble Breathing” stehen für eine funktionierende Symbiose aus emotionalem Rock, Punk und Post Hardcore. Mit ihren Songs decken sie ein ganzes Gefühlsspektrum ab und stechen nicht zuletzt durch den markanten Gesang von Frontmann Claudius Becker ein wenig von der Maße heraus. Man stelle sich dabei eine Mischung aus Jörg Ahrens (Days In Grief), Benjamin Kowalewicz (Billy Talent) und Billy Corgan (Smashing Pumpkins) vor. mehr…
Digitale Revolution
“Daphne Loves Derby” sind ein Musterbeispiel für die positive Wirkungskraft, die das Internet für die heutigen Künstler bereithalten kann. Natürlich gibt es auch genug Beispiele dafür, daß ein Überangebot schnell für Übersättigung gesorgt hat oder die “Bullet of the week” in der Folgewoche schon wieder von anderen hippen Acts überrundet wurde. Das Trio aus Kent, Washington hingegen hat praktisch alles diesem Medium zu verdanken. Erste Kontaktaufnahme, erstes Publikum. Ohne einen Plattenvertrag oder einen Radiohit waren sie in der Lage Locations zwischen 300 und 500 Besuchern zu füllen – dank Plattformen wie MySpace oder insbesondere purevolume, über deren Vertriebswege sie ihre Demos kostenlos zur Verfügung stellten. So konnten sie sich lange der Pole Position in der Kategorie “purevolume unsigned artist” rühmen bis sie von Outlook Music unter Vertrag genommen wurden. mehr…
Rastlos
Die beschauliche Idylle der Kleinstadt – man kennt sich, alles scheint überschaubar, doch schnell ist man am Tellerrand angelangt und muß feststellen, daß man irgendwie darüber hinausblicken muß, um nicht auf der Stelle zu treten. Die 4 Jugendfreunde Simon, Felix, Nils und Max versuchen sich über die Musik zu verwirklichen – dem drohenden Alltag zu entfliehen und über ihre Songs die (Gefühls-)Welt zu erkunden. Emotionaler Indie Rock gewürzt mit etwas Punk als Sprachrohr für aufgestaute Frustration und mögliche Lösungswege daraus zu entfliehen. Dieser hat sie bereits ins Vorprogramm von Bands wie “Muff Potter”, “Madsen” oder “New Model Army” getragen. Nicht schlecht, bedenkt man die verhältnismäßig kurze Laufzeit der “Kleinstadthelden”. mehr…
Modern Rock Radio
Man sollte eigentlich davon ausgehen können, daß die Alternative Rock Weiden weitestgehend abgegrast worden sind und doch tauchen immer wieder neue Bands auf, die noch ein wenig Grün in all der kargen Soundlandschaft finden. Diese müssen nicht mehr zwangsweise “Nickelback”, “3 Doors Down” oder “Daughtry” heißen und aus den Vereinigten Staaten stammen, sondern funktionieren auch gut als Eigengewächs, was im aktuellen Fall “Stanfour” aus dem Norden Deutschlands mit entsprechender Radiopräsenz unter Beweis gestellt haben. “Trustgame” stammen aus Duisburg und verfolgen den Weg der schnörkellosen, aber nicht minder leidenschaftlichen Gitarrenmusik. Emotional und engagiert gehen die Westfalen bereits 2002 mit ihrer der 5-Track EP “Reflections” auf Hörerfang. Zwischen Melodie und Dynamik sehen sich die 4 Bandmitglieder beheimatet. Punk, Emocore, Nu Metal, Grunge – am Ende ist es vor allem eines: Rock. mehr…
Come together – Zwischen Eyeliner und Baggy Pants
Die Warped Tour Compilation gleicht mittlerweile einem Süßigkeitenladen der Punk, Emo, Indie & Metalcore Kultur. Angefangen als “Mutter aller Punkrock-Compilations” hat sich der Begleitsampler zur gleichnamigen, größten Open Air Tournee der Welt zu einer Pralinenschachtel moderner Rockmusik entwickelt. So trifft man als Musikkonsument auf viele bekannte Geschmacksrichtungen, entdeckt aber auch immer wieder neue Noten. Kaum eine gestandene Szeneband, die nicht schon einmal darauf vertreten waren. Der Erfolg gibt dem Konzept Recht und so feiert, das seit 2002 auf Doppel CD gewachsene Format in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Viele der ersten Bands (wie z.B. Bad Religion, Mad Caddies, NoFX, etc.) sind auch heute noch wesentlicher Bestandteil des jeweiligen Musikgenres, aber auch Newcomer werden immer wieder einer breiten Maße zugänglich gemacht. mehr…