
FingerfertigkeitBereits in den 80er Jahren entdeckt Bjørn Berge seine Liebe zu Saiteninstrumenten. Besonders die Bluesbewegung, die aus den USA nach Norwegen schwappt, fasziniert ihn. Dennoch widmet er sich nicht etwa dem klassischen Blues, sondern erlernt das Banjo und gründet eine Bluegrass Band, bei der er sein Fingerspitzengefühl verfeinert. Einige Jahre später beherrscht der Sänger auch die 12-seitige Gitarre, an der er sich, seiner eigenen Aussage zu folge, am wohlsten fühlt. Ein wahrer Virtuose. mehr…

All the wayDie Bezeichnung Contemporary Blues spiegelt nichts Anderes wider als die Übertragung einer Stilrichtung, die im späten 19. Jahrhundert ihren Ursprung fand, in zeitgenössische Musik. Keb Mo (mit bürgerlichem Kevin Moore) zeichnet sich seit beinah 20 Jahren (berücksichtig man sein frühes Debüt “Rainmaker“ von 1980, noch viel länger) für diese Mission verantwortlich. 1998 ist er u. a. mit dem Beitrag zu “Am I wrong“ auf dem Peter Maffay Album “Begegnungen“ zu hören. Seine Mischung aus Delta, Country und traditionellem Blues, sowie Elementen aus Gospel und Soul trägt ihn über Zeit, so daß er im Alter von 60 Jahren immer noch zu den Szenegrößen gehört. mehr…

Keine PanikDen Anfang machten “Aerosmith“ (1990). Im Jahr darauf gab sich Paul McCartney die Ehre, dessen Auftritt auch als Tonträger veröffentlicht wurde und damit den Startschuß für eine erfolgreiche Live/CD Reihe gab. Internationale Größen wie Eric Clapton, Nirvana oder Bruce Springsteen sollten folgen. Herbert Grönemeyer war der erste deutschsprachige Vertreter (1994) und ihm sollten “Die Fantastischen Vier“, “Die Ärzte“, “Die Toten Hosen“, “Söhne Mannheims“ & Xavier Nadioo, “Sportfreunde Stiller“ und zuletzt Sido folgen. Die Rede ist von der MTV produzierten Konzertreihe “MTV Unplugged“. Nach dem erfolgreichen Comeback “Stark wie zwei“, mit dem Udo Lindenberg erstmals die Spitze der Albumcharts erklomm, war es nur eine Frage der Zeit bis man sich den über 40 Jahre aktiven Panikrocker für dieses Format vorknöpfte. mehr…

Über den TellerrandVor 2 1/2 Jahren hießen “The Sons” den aufgeschlossenen Hörer mit ihrem Debüt “Visiting hours“ willkommen. Ein gänzlich unverkrampftes, dabei überraschend routiniertes Indie Rock Album, das ohne fragwürdige Vorschußlorbeeren auskam und durch den Inhalt allein überzeugt hat. Einflüsse von “The Clash“, Paul Simon oder den frühen “R.E.M.“ wurden von der Formation aus Derby, England aufgegriffen und um eigene Songideen erweitert. Das ausgereifte Songwriting durch den Einsatz von Piano, Bläsern und weiblichen Backgroundvocals zusätzlich aufgebaut. Die Erfahrung aus 3 Jahren Clubshows in Studio vertonte Qualität umgemünzt. mehr…

High FiveAuch wenn sich Kritiker bei im Sound etablierten Bands gerne über die fehlende Entwicklung auslassen, wird der Mut den eigenen Stil neu zu erfinden relativ selten belohnt. Als vielseitig interessiertes Mitglied einer erfolgreichen Formation bietet es sich also an seine geheimen Vorlieben und Wünsche in einem Nebenprojekt auszuleben. Fällt der Begriff Supergroup weiß der geneigte Musikfreund – hier ist Showprominenz am Werk. Im Falle von “SuperHeavy“ bleiben die ersten gemeinsamen Soundexperimente über 2 Jahre ein gut gehütetes Geheimnis. Die offizielle Gründung wird im Mai 2011 verkündet und ein Line Up präsentiert, das auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnte: mehr…

Reifeprozess eingeleitetIhre Stimme klingt gleichzeitig kindlich süß und schräg. Ihr Auftreten ist oft schrill. Ihre Mission: Musik, wie sie sie fühlt. Miss Li (bürgerlicher Name: Linda Carlsson) ist eine Figur wie sie vielleicht nur das Musikbusiness schaffen kann. Sie ist irgendwie verrückt und gleichermaßen professionell – balanciert mühelos eben auf diesem schmalen Grad, der es mir persönlich schwer macht, sie wirklich einschätzen zu können. mehr…

Buttersoft voiceEs gibt wohl kaum eine härtere Schule – kein kritischeres Publikum als bei einer Open Mic Night. Innerhalb kürzester Zeit muß der Funke überspringen und nicht selten wird man vorm ersten Erfolg von der Bühne gerufen. John Kenneth Dunkin sammelt an keinem geringeren Ort als dem berühmten Good Life Cafe in Los Angeles seine ersten MC Erfahrungen. Eben diesem Ort, an dem Kollegen wie “Freestyle Fellowship”, “Black Eyed Peas”, Snoop Dogg oder die “Jurassic 5″ ihre Feuerprobe durchlaufen. mehr…

ÜberzeugendDown Under präsentiert, abseits der Frauen Fußball WM, zwei starke Frauen, die mit Folk-Musik überzeugen. Hussy Hicks besteht aus Julz Parker und Leesa Gentz. 2004 haben sich die beiden kennen und verstehen gelernt. Dazu bedurfte es lediglich einer gemeinsamen Jamsession an der Akustikgitarre. Ein Musikduo war geboren. Stilistisch bezeichnen sie selbst ihre Musik als „Funky-Feel-Good-Acoustic-Songs”. Tatsächlich handelt es sich um handgemachte, reine Musik, die sich weniger Elemente bedient, diese jedoch beherrscht und gute Laune schafft. mehr…

Musikalische ZusammenkünfteMusik hat schon immer einen besonderen Stellenwert in unserem Leben gehabt. Sie verleiht Gefühlen besonderen Ausdruck, ist untrennbar mit nachhaltigen Ereignissen und persönlichen Erfahrungen verbunden und versammelt die verschiedensten Menschen unter einem gemeinsamen Banner. Sei es auf einem Konzert, in der Oper, in einem Musical, auf der Straße – wo auch immer. Soziale und gesellschaftliche, wirtschaftliche und religiöse Unterschiede rücken in den Hintergrund und alle lauschen diesem einen bestimmten Klang. mehr…
Am 06.09.2011 erscheint das Debütalbum “Elsie” von The Horrible Crowes. Die Band, die aus Gaslight Anthem Frontman Brian Fallon und dessen Freund Ian Perkins besteht, entstand während der letztjährigen Worldtour von The Gaslight Anthem, bei der Perkins mit an Bord war. Die beiden schrieben die ersten Songs also unterwegs. Unter anderem im Tourbus, im Hotel und sogar in einem japanischen Badezimmer kurz nach dem Erdbeben.
„Ian und ich hatten dieses Ritual uns nach unseren Auftritten in den Bus zu setzen und uns gegenseitig Alben vorzuspielen. Ich habe ihm die Afghan Whigs näher gebracht und er mir PJ Harvey, und eines Tages dachten wir uns: Wir sollten genau so etwas machen!“, erklärt Fallon. In diesem Sinne holten sich die zwei den Produzenten Ted Hutt (Dropkick Murphys, Chuck Ragan) ins Boot um ihre Songs aufzunehmen. Das Ergebnis wird mit größter Wahrscheinlich sogar den leidenschafttlichsten Gaslight Anthem Fan positiv überraschen. mehr…