
SpätzünderMit meist reduziert gehaltenen, musikalischen Mitteln sollten Singer/Songwriter doch eigentlich recht schnell aus der Mode geraten. Irgendwann wurde jede Liebe gepriesen und noch mehr Saiten gezupft. Doch die Kombination aus Stimme und Gitarre entfacht in vielen Fällen ein besonderes Feuer, schafft Intimität und gleichzeitig den größtmöglichen gemeinsamen Nenner. Justin Nozuka hat sich in seiner Heimat Kanada und bei unseren französischen Nachbarn bereits mit der Veröffentlichung seines Debütalbums “Holly“ in den Jahren 2007 und 2009 viele Freunde gemacht. mehr…

Blues Entertainer“Still Got The Blues”, so der Titel des 1990 veröffentlichten, wohl erfolgreichsten Gary Moore Albums. Eine Überschrift, welche die Karriere des deutschen Vollblutmusikers Chris Kramer durchaus treffend beschreiben könnte. Ob als Solokünstler, Studiomusiker, im Duo oder mit kompletter Band. Kollegen wie Chuck Leavell (Rolling Stones), Jack Bruce (Cream), Mel Gaynor (Simple Minds) oder Götz Alsmann loben und schätzen ihn für seine Vielseitigkeit und seinen spürbaren Enthusiasmus. Peter Maffay zeigt sich von den Studioaufnahmen so angetan, daß er ihn 2010 direkt mit auf seine große Hallen-Tournee nimmt. mehr…

Vintage RockBereits seit 10 Jahren mischen die beiden Langzeitfreunde Dan Auerbach und Patrick Carney als dynamisches Duo die Szene auf. Den Bluesklängen der 60er gewogen, ergänzt um eine Classic Rockkomponente, und dabei fernab jeglicher Starimagepflege oder -ambitionen, bildet die Musik ihren einzigen Kompass. Lo-Fi statt Studiohochglanz. Ohne viel Zutun werden erste Labels auf die Band aufmerksam, doch dem Minimalismus bleibt man treu. So werden die Aufnahmen zu jedem folgenden Album zur nächsten Selbsterfahrung in Eigenregie. Scheinbar ganz nebenbei mehrt sich die Zahl ihrer Fans und findet Gefallen an ihrem erdigen, ehrlichen Vintage Sound. mehr…

Ein Stück Rockgeschichte2012 ist es soweit: 50 Jahre “The Rolling Stones”. Die scheinbar unverwüstliche britische Rockinstitution blickt auf eine unvergleichliche Karriere zurück. Die Gesichter vom ausschweifenden Musikerleben gezeichnet, die Leidenschaft jedoch ungebrochen. Frontmann Mick Jagger hat erst kürzlich mit der um stilistische Vielfalt bemühten Supergroup “SuperHeavy“, sowie dem elektronischen will.i.am Feature “The hardest ever“ eine Verjüngungskur gestartet. Doch es sind die über hundert Singles und knapp 30 Studioalben zwischen 1964 (The Rolling Stones) und 2005 (A bigger bang), an die man sich erinnert. Die spektakulären Bühnenshows bzw. Liveauftritte, aber auch das Leben abseits davon. mehr…

Mehr als ein NebenprojektMan sollte meinen, daß Brian Fallon mit der Wahrnehmung seiner Aufgaben und Pflichten für und mit “The Gaslight Anthem“ mehr als ausgefüllt ist: Auf dem Weg echte Heartland/Alternative Rock Superstars zu werden und nebenbei ein beachtliches Tourpensum. Doch weit gefehlt, denn gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und Roadie Ian Perkins beginnt er die dunklere Seite der Soul Musik zu ergründen. Aus dem freien Schreiben (auf Tour), werden konkrete Songideen und es entsteht der Wunsch diese in einem Studio festzuhalten. mehr…

CrossoverZwei Männer begegnen sich. Beide lieben die Musik. Beide mögen und respektieren einander. Was liegt da näher als ein gemeinsames Musikprojekt. Zwischen Berlin und New York schreibt jeder der Beiden seine Songs und sammelt Ideen. Grenzüberschreitend findet ein Austausch und gegenseitiger Einfluss bzw. Eingriff statt. Dallas Kincaid schreibt seit 2010 an den Songs und überlässt diese Pablo Ramón Rodriguez Rivero alias EvilMrSod zur Kritik, Ergänzung und Verfeinerung. Gleiches geschieht andersherum. Gemeinsam schaffen es die Beiden durch die gegenseitige Inspiration 13 Songs fertigzustellen, die aufgenommen werden wollen. Herausgekommen ist die Platte ‘“Subterranean Power Strain“. mehr…

Ein finnisches Sextett bringt ganz sprachlos das vierte Studioalbum auf den Markt. Mit ”Boogie De La Muerte” stellen The Mutants unter Beweis, dass man, auch ohne auch nur ein Wort zu verlieren, gelungene Rockmusik machen kann. Stilistisch bewegen sich die sechs schweigsamen Männer im 60er Jahre Rock mit feinen Bluesansätzen. Auf insgesamt 10 Songs erhalten wir sehr hörenswerten und rhythmischen Sound. Beginnend mit einem sanften Einstieg (”P.I.P”), der einen weich abholt und auf die 44-minütige Reise einlädt. Mehr Pfeffer gibt’s bei ”Texas Rampa Mutant”, der klingt als sei er aus einem James Bond Film entsprungen. mehr…

FingerfertigkeitBereits in den 80er Jahren entdeckt Bjørn Berge seine Liebe zu Saiteninstrumenten. Besonders die Bluesbewegung, die aus den USA nach Norwegen schwappt, fasziniert ihn. Dennoch widmet er sich nicht etwa dem klassischen Blues, sondern erlernt das Banjo und gründet eine Bluegrass Band, bei der er sein Fingerspitzengefühl verfeinert. Einige Jahre später beherrscht der Sänger auch die 12-seitige Gitarre, an der er sich, seiner eigenen Aussage zu folge, am wohlsten fühlt. Ein wahrer Virtuose. mehr…

All the wayDie Bezeichnung Contemporary Blues spiegelt nichts Anderes wider als die Übertragung einer Stilrichtung, die im späten 19. Jahrhundert ihren Ursprung fand, in zeitgenössische Musik. Keb Mo (mit bürgerlichem Kevin Moore) zeichnet sich seit beinah 20 Jahren (berücksichtig man sein frühes Debüt “Rainmaker“ von 1980, noch viel länger) für diese Mission verantwortlich. 1998 ist er u. a. mit dem Beitrag zu “Am I wrong“ auf dem Peter Maffay Album “Begegnungen“ zu hören. Seine Mischung aus Delta, Country und traditionellem Blues, sowie Elementen aus Gospel und Soul trägt ihn über Zeit, so daß er im Alter von 60 Jahren immer noch zu den Szenegrößen gehört. mehr…

Keine PanikDen Anfang machten “Aerosmith“ (1990). Im Jahr darauf gab sich Paul McCartney die Ehre, dessen Auftritt auch als Tonträger veröffentlicht wurde und damit den Startschuß für eine erfolgreiche Live/CD Reihe gab. Internationale Größen wie Eric Clapton, Nirvana oder Bruce Springsteen sollten folgen. Herbert Grönemeyer war der erste deutschsprachige Vertreter (1994) und ihm sollten “Die Fantastischen Vier“, “Die Ärzte“, “Die Toten Hosen“, “Söhne Mannheims“ & Xavier Nadioo, “Sportfreunde Stiller“ und zuletzt Sido folgen. Die Rede ist von der MTV produzierten Konzertreihe “MTV Unplugged“. Nach dem erfolgreichen Comeback “Stark wie zwei“, mit dem Udo Lindenberg erstmals die Spitze der Albumcharts erklomm, war es nur eine Frage der Zeit bis man sich den über 40 Jahre aktiven Panikrocker für dieses Format vorknöpfte. mehr…