
Hinter der Fassade„Der Albumtitel ist eher der fröhliche Anstrich und die Songs selbst der Blick hinter die Fassade.”, so beschreibt Singer/Songwriter Richard Lenz sein neues Album. Der Titel „Glücksschwein“ ist vielleicht eine Andeutung an die Finanzierung seines Soloprojektes, das sich dem Crowdfunding bedient hat. Glücklich kann er über die Produktion seines eigenen Albums auf jeden Fall sein. Der Sänger, den wir euch zuletzt 2011 mit der EP „Etwas Poesie“ noch mit seiner Band Lenz vorgestellt haben, geht nun Solopfade und hat sich bei der Produktion mit Produzent Andreas Dziuk in Berlin-Schöneberg einer ganz eigenen Albumeinspielung bedient. mehr…

Aus dem NichtsKünstlerbiografien können durchaus auch abschreckend wirken. Während sich viele im Wettbewerb um die nächsten Superlative und individuellen Genreschubladen verzetteln, hält der aktuelle Begleitzettel von “Texas“ eine gewisse Romantik inne. Es sind einfach Geschichten, die das Leben schreibt – und das dabei ganz nebenbei internationale Erfolge feiert. Angefangen von einer Nacht im März 1988, als man auf einer Studenten Party an der Universität von Dundee, Schottland auf Ohrenfang geht, über Platin veredelte Alben wie “White on blonde“ (1997) und “The hush“ (1999) bis zum Schicksalsschlag, der Gitarrist Ally McErlaine ereilt – dessen Überlebenschancen 2009, nach einem diagnostizierten Hirnaneurysma, auf 20% geschätzt werden und der diese dennoch nutzt. mehr…

Into the pastDie Erstausgabe der Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald liegt nun bereits 88 Jahre zurück. Damals gehörte Jazz noch zum guten (gesellschaftlichen) Ton und Lebemänner zeichneten sich durch Stil und pompöses Auftreten aus. Die Geschichte um den jungen, mysteriösen Millionär Jay Gatsby und seine unstillbare Passion für die bezaubernde Daisy Buchanan wurde bereits diverse Male (darunter 1974 mit Robert Redford und Mia Farrow) verfilmt. Der australische Regisseur Baz Luhrmann, bekannt durch Filme wie “Romeo und Julia“, “Moulin Rouge“ und “Australia“, ließ es sich dennoch nicht nehmen seine ganz eigene Interpretation dieses Buches auf die Leinwand zu bringen. An seiner Seite Leonardo DiCaprio, mit dem er bereits 1996 gedreht hat, und als ein Ausführender Produzent: US Rapper und Businessman Jay-Z. mehr…

Plädoyer für die LiebeSchluß mit lustig. Die einst so neutral-zurückhaltende Schweiz macht sich auf den hiesigen Musikmarkt aufzumischen. Diese Tendenz unterstreichen nicht nur die Gewinner der letzten Casting Shows in Deutschland (DSDS, The Voice Kids, X Factor 1. Staffel), sondern lässt sich auch anhand der zunehmenden Promothemen der benachbarten Willensnation nachzeichnen. “TinkaBelle“ verdanken ihren Namen dem Schweizer Bluegrass Sänger Handsome Hank, der in einem erleuchteten Moment gewisse Ähnlichkeiten zwischen Frontdame Tanja Bachmann und der Fee aus Peter Pan erkannt zu haben schien. Die Mitglieder selbst aber nicht aus Nimmerland, sondern aus der Region Luzern/Zürich/Aargau. Seit rund vier Jahren feilen sie an ihrer eigenen Interpretation von charmanter Popmusik. mehr…

Scott MoodySpätestens mit der Veröffentlichung seiner Alben “Man on the Moon: The End of Day“ (2009) und “Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager“ (2010) hat sich Scott Ramon Seguro Mescudi, besser bekannt unter dem Namen Kid Cudi, als bescheidener, lyrisch durchdachter Geschichtenerzähler profiliert. Auch wenn Elektro/House Remixe wie “Day ’n’ Nite“ (Crookers) oder “Pursuit of happiness“ (Steve Aoki) unzählige Clubs in Ekstase versetzt haben, stehen die Originale doch mehr für einen nachdenklichen MC. Zwischen skurriler Spaceodyssey und synthetischem Hip Hop vermittelt er ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Die Zusammenarbeit mit Kanye West dabei immer wieder zu spüren, fühlt man sich doch häufig an die “808s & Heartbreak“ Tage erinnert. mehr…

CrunchyEs passiert wohl höchst selten, daß eine Schweizer Band erste Anerkennung in den USA erhält, bevor sich ihr Sound auf dem eigenen Kontinent verbreitet. Dem ist den “Phonoflakes“ aber so geschehen. Und so blickt man nicht nur auf wiederholte Auftritte auf dem berüchtigten Burning Man Festival in Nevada zurück, sondern kann sogar einen Gig im legendären Viper Room (Los Angeles) vorweisen. “Female-fronted Rockbands“ gibt es nicht alle Tage. Ob nun mangels breiter Akzeptanz oder fehlender Motivation. Das Quartett aus Zürich stemmt sich gegen Vorurteile oder Klischees und steht für einen zünftigen Alternative Rock Sound mit Popappeal. mehr…

Apocalyptic WavesKalt, düster und unnahbar – so wirkten in den 80ern viele New/Dark Wave Projekte. Farben waren Mangelware. Melodien in künstliche Synthesizerelemente versponnen. Nach dem Motto “Alles kommt irgendwann wieder in Mode“ hat sich das Luxemburger Duo eben diesem (Sound-)Image verschrieben. 2010 gegründet, jedoch bereits mit gemeinsamer Bandgeschichte, bewegen sich Michel Flammant und Natalie Pickar auf schwarzen/weiß gefärbten Klangwellen, die sich trotz ihrem minimalistischen Charakter atmosphärisch ineinander verschachteln. Damit bereits im Vorprogramm von Acts wie Anika, The Soft Moon, Zoot Woman und Clock Opera auf der Bühne. Auf CD gepresst gibt es erstmalig mit der EP “Unduriel“ die Möglichkeit die eigenwilligen Kompositionen zu erfahren. Analoge Synthesizer treffen auf androgyn anmutende Vocals. mehr…

Spontaneität ist die Eigenschaft, derer Woodlands neben ihrer Zusammenfindung auch ihr Debütalbum verdanken. Sängerin Sara Wilson und Drummer Niklas Korssell hatten sich 2011 zu einem musikalischen Duo zusammengeschlossen. Sie fragten bei Marcus Holmberg an, ob sie in der Bibliothek spielen könnten, in der er zu diesem Zeitpunkt arbeitete. Marcus versprach sich um die Organisation zu kümmern und bot den Beiden an sie mit seinem Bass zu unterstützen. Eine Viertelstunde vor dem Gig standen die drei dann zum ersten Mal gemeinsam an den Musikinstrumenten, die Chemie stimmte sofort und so kam Marcus nicht umhin als festes Mitglied in die Band einzusteigen. Ein Debütalbum musste her und so schlossen sich die drei erst kürzlich fünf Tage in die Tambourine Studios ein und schufen das gleichnamige Album Woodlands. mehr…

Mutiger SolistSinger/Songwriter gibt es im Musikbusiness wie Sand am Meer. Dennoch haben Männer mit Gitarre und Gefühl eine starke Präsenz und Durchschlagskraft und erfreuen sich einer ungeheuren Beliebtheit. Dies hat spätestens Nick Howard im letzten Jahr mit seinem Sieg bei The Voice Of Germany bewiesen. Authentizität und Simplizität sind dabei die Schlüssel zum Erfolg. Der New Yorker David Jonathan möchte eben mit diesen beiden Eigenschaften punkten und bringt dieses Frühjahr mit „Catskill“ seine EP heraus. Der Musiker, der zuvor bereits mit seiner Band Napoleon u. a. bei Rock am Ring gespielt hat, baut dabei auf einfache Beats und Charme. mehr…

In Watte gepacktPassend zum frühlingshaften Picknickwetter verwöhnen uns fünf Jungs aus dem schwedischen Malmö mit bestechend sanftem Indie Pop. Der Vergleich mit einer weichen Wolke aus zwölf Tracks, die leicht melancholisch und doch leichtfüßig dahin schwebt, beschreibt das gleichnamige Debütalbum wohl am Treffendsten. Eingängig, unaufdringlich und ansprechend reiht sich dabei ein Song an den nächsten. Die Übergänge sind beinahe fließend und vermitteln einen kompakten Wohlfühlklang, der zum stillen Genießen einlädt. mehr…