The Bulletmonks – Royal Flush On The Titanic

Erscheinungsdatum: 20. Januar 2012 / Label: Deaf Shepherd (Indigo)

09.06.2012

CD-Review

Mosh’n'Roll

Passend zur diesjährigen Auferstehung der Titanic auf der 3D-Kinoleinwand veröffentlichen The Bulletmonks ihr neues Album „Royal Flush On The Titanic“. Mit der Aufnahme des wohl bekanntesten Dampfers der Welt im Titel und in dem gleichnamigen Stück endet dann jedoch auch schon die Erwartungshaltung einer Vergleichbarkeit. Das Nürnberger Quartett, das sich 2008 zusammengefunden hat, hat sich harte Gitarrenriffs und rotzigen Gesang, geprägt von smashigen Drums, auf die Fahne geschrieben und rockt auf ihrem zweiten Studioalbum auf rund 50 Minuten ab.

Eröffnet wird die Reise mit „Old Man’s Rollercoaster“ – geprägt von schmutzigen, unsauberen Klängen. Schrille Gitarren, ein sich beinahe überschlagender Gesang und brutal fordernde Drums peitschen die wilde Fahrt voran. Zu schnell, zu wild und mit wenig Hörvergnügen. „Blood, Money And Awe“ beweist dann aber gleich im Anschluss, dass es auch ganz anders geht. Rhythmisch, geschmeidig, rockig. Tolle E-Gitarre, die fein mit den Vocals mitgeht und den Song voranbringt, um dann nach rund 1 ½ Minuten ein feines Solo hinzulegen. Sehr gelungen und zum Mitgehen animierend. Ein Song, der Hoffnung auf mehr macht. Und tatsächlich finden sich viele mitreißende Midtempotracks, die ins selbe Raster fallen und gelungen sind. Erstmalig ruhig wird es mit „Ever Thought About Life“, das nachdenklich und ernsthaft klingt. Der Sound ist sehr rund, sehr weich und lässt jegliche vorangegangene schroffe Rockermanier vergessen. Könnte auch ein Bon Jovi Ableger sein. Potential die Einmarschmusik für Barney Stinson aus How I Met Your Mother zu werden besitzt der Track „Legendary“. Der Track kündigt sich zu Beginn selbst an und wird dann von harten E-Riffs getragen. Die Hinzugabe von hartem, durchdringendem, selbstbewusstem Gesang verleiht dem Track eine ungemeine Bestimmtheit und gefällt dadurch.

Angelegt an die Vorbilder Led Zepplin und AC/DC machen The Bulletmonks eine ganz passable Figur. Der Sound ist rockig und dreckig, durchläuft jedoch durch viele unbeständige Unreinheiten ein Wechselbad der Gefühle. Zu unrund, in sich nicht stimmig und der Linie nicht treu, driftet der ein oder andere Song ins eigene Verderben. An einigen Stellen beschleicht mich das Gefühl, dass die Band einfach zu viel wollte und den Song damit überstrapaziert hat. Schade, denn es gibt auch sehr gelungene Tracks, die genau die richtige Portion Rock erhalten haben. Vielleicht schaffen die Jungs diesen gelungenen Part auf ihrem nächsten Werk kontinuierlich zu halten. Es wäre wünschenswert, denn der Sound kann einem durchaus einheizen.

Anspieltipps: „Blood, Money And Awe“, „Legendary“

Note: 3,0

Trackliste:
1. Old Man’s Rollercoaster
2. Blood, Money And Awe
3. Do You Believe
4. Rack The Slide
5. Royal Flush On The Titanic
6. Whisper, Regret
7. Ever Thought About Life
8. Stringybark Creek
9. Fight Night
10. Don’ Mess With The Barkeeper
11. The Trick
12. Poor Trait
13. Legendary
14. You Want Me To Hang

Bandmitglieder:
Tyler Voxx – Vocals/Guitar
Dangerous Dan – Lead Guitar
Spreace Jackson – Bass Guitar
M.Dogg – Drums

http://www.bulletmonks.com/
http://www.myspace.com/bulletmonks
https://www.facebook.com/bulletmonks

Autor: Tanja

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