Schmidt – Above Sin City

Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2011 / Label: WMI (Warner)

11.11.2011

CD-Review

Guy Chambers ist ein sehr geschätzter Songwriter und Produzent. Alben von Robbie Williams oder James Blunt tragen seine Handschrift. Die junge Berlinerin Schmidt hatte unlängst das Glück auch als Deutsche in den Genuss der musikalischen Zusammenarbeit gekommen zu sein – und das gleich bei ihrem Debüt.

Mit ”Above Sin City” reist die junge Hauptstädter musikalisch in die 20er Jahre und versprüht weiblich glänzenden, poppigen Jazzsound. ”Shadowman” brilliert mit einem klassischen Auftritt – damenhaft windet sich die Stimme von Schmidt in den Vordergrund und schafft eine sinnlich geheimnisvolle Atmosphäre. Stimmlich sehr erwachsen und irgendwie britisch. Sinnlich geht es dann auch weiter mit ”Sin City”. Etwas mehr Drums, mehr Piano, mehr Verspieltheit und einfach mehr Jazz. Mit ”Boom Boom” wird dann das Tanzbein geschwungen, bevor es mit ”Under My Heart” ruhiger wird. Eine ganz angenehme Ballade mit einer schönen Kombination aus Piano und Leadstimme. Leider bleibt der Gänsehauteffekt aus. So ist der Song schließlich nur eine kleine Atempause vom vorherigen, erfrischenden Midtemposound. Den Abschluss bildet ”Venus In Furs” – wenig spektakulär. Gedämpft und beinahe befremdend wirkt die Nummer, die einen musikalischen Nebel zum Abschluss der EP bietet.

Schmidt ist in jedem Fall eine Nachwuchshoffnung am Berliner Pophimmel. Bei Müller, Meier, Schmidt – fällt der Erinnerungsfokus klar auf letztere. Mit einem Topproduzenten an der Seite ist es eine sehr hörbare Platte geworden, derer man sich am Abend gemütlich annehmen kann.

Anspieltipps: Boom Boom, Shadowman

Note: 2,3

Trackliste:
1. Shadowman
2. Sin City
3. Boom Boom
4. Under My Heart
Bonus Track:
5. Venus In Furs

http://www.femmeschmidt.com

Autor: Tanja
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