Männerherzen und die ganz ganz grosse Liebe – OST

Erscheinungsdatum: 16. September 2011 / Label: Vertigo Berlin (Universal)

22.09.2011

CD-Review

Prototypen des starken Geschlechts

Während Länder wie Frankreich, England und Spanien nicht nur qualitativ hochwertige Filme produzieren, sondern darüber hinaus immer wieder von Hollywoods Traumfabrik kopiert werden, traut sich Deutschland leider viel zu selten international wettbewerbsfähige Formate wie “Das Leben der Anderen”, “Der Untergang”, “Das Boot” oder “Lola rennt” aus dem Boden zu stampfen. Eine Liebeskomödie stellt die ebenso sichere wie gewinnwahrscheinlichere Lösung hiesiger Regisseure dar. Beziehungskisten liegen scheinbar immer im Trend und man eifert dem Erfolg vom “Bewegten Mann” bis zum “Keinohrhasen” nach.Regisseur und Autor Simon Verhoeven schlägt 2009 mit seinen Geschichten von und mit “Männerherzen” in eine ähnliche Kerbe und obwohl bereits viele Male gesehen, gelingt es dem Newcomer eine weitestgehend klischeefreie und nur selten in Klamauk abdriftende Wiederauflage abzugeben. Nicht ganz zu Unrecht mit dem Jupiter Award als bester deutscher Film 2009 ausgezeichnet und, wie mittlerweile für deutsche Kassenschlager üblich, mit einem stimmungsvollen “Indie trifft Pop” Soundtrack abgerundet.

Über 2 Millionen Besucher und 2 Jahre später folgt die Fortsetzung “Männerherzen und die ganz ganz grosse Liebe”. Jerome Ades (Til Schweiger), Günther Stobanski (Christian Ulmen), Niklas Michalke (Florian David Fitz),  Roland Feldberg (Wotan Wilke Möhring), Phillipp Henrion (Maxim Mehmet) und natürlich auch Schlagersänger Bruce Berger (Justus von Dohnányi) sind wieder mit von der Partie und erzählen die Fortsetzung ihrer Großstadteskapaden vom Suchen und Finden der Liebe. Erneut fungiert Verhoeven beim Soundtrack auch als Komponist und Schreiber. So stammen die Bruce Berger Songs “Die ganz, ganz, ganz große Liebe”, “Wenn Liebe weh tut” und “Positive Energy” aus seiner Feder. Darüber hinaus hat man die Hausaufgaben gemacht und eine ausgewogene Mischung aus aufstrebenden und etablierten Bands aus dem Indie und Pop Bereich gefunden. Colbie Caillat ist dabei mit gleich 2 ihrer Feel Good Radiosingles vertreten, Maroon 5, Gary Go, aber auch die neuseeländische Indie/Electro Pop Neuentdeckung “The Naked & Famous”. Ob nun die englische (White Lies, I Blame Coco) oder die amerikanische Alternative/New Wave Variante (Neon Trees) – stets trifft man den richtigen (Gefühls-)Ton. Ordentlich, wenn auch am Ende wenig überraschend.

Anspieltipps: “Brighter than the sun“, “Young blood” und ”Caesar”

Note: 2,8

Trackliste:
1. Colbie Caillat – Brighter than the sun
2. The Naked And Famous – Young Blood
3. Neon Trees – Animal
4. Marshmellow Club – Blingading
5. White Lies – Bigger than us
6. I Blame Coco (feat. Robyn) – Caesar
7. Maroon 5 – Just a feeling
8. Gary Go – Open arms
9. Colbie Caillat – I do
10. Eliza Doolittle – Pack up
11. Gary Go – Heart and soul
12. Bruce Berger – Die ganz, ganz, ganz große Liebe
13. Bruce Berger – Positive Energy
14. Kid Crème – The Game (Piano Mix Edit)
15. Beathotel – Smile
16. Simon Verhoeven – Kinderherzen
17. Wolfgang Hammerschmid – Männerherzen Themes
18. Bruce Berger – Wenn Liebe weh tut
19. Beate Maes & Simon Verhoeven – Wir sind Mütter

http://wwws.warnerbros.de/maennerherzen/

Autor: Jens

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