

First Strike4 Jahre bis zur nächsten Weltmeisterschaft. Eine verdammt lange Zeit, wenn man es aus diesem Blickwinkel betrachtet. Für “From Constant Visions“ mag diese Zeitspanne wie im Flug vergangen sein, denn mit über 100 Shows, Supportgigs für “Bullet For My Valentine“, Silverstein“ oder “Saosin“ und einem Metal Hammer Titel “Demo des Monats November 2006“ belegt man nicht nur eine entsprechende Entwicklung, sondern schlägt musikalisch in eine Kerbe, die gehört werden möchte. Die EP “Crying is an art, everybody knows“ bleibt vorerst jedoch der einzige Output. Im April 2008 begleiten sie ihre Münchner Kollegen “Emil Bulls“ auf deren “The Black Path“ Tour. Wie gut das Ganze harmoniert, belegt der Wechsel des FCV Gitarristen Andy zu den Bulls – kurz vor den beginnenden Aufnahmen zu ihrem Debütalbum.
Den Rückschlag kompensiert und verkraftet, zeigt sich “Feast with the beast“ als ebenso kompaktes wie dynamisches Heavy Rock/Hardcore Album, das den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz nicht scheuen muß. In Sachen Produktion – begleitet von Klaus Scheuermann (Emil Bulls, Grantig) – und Songwriting absolut auf der Höhe kombinieren sie Einflüsse aus 80er Jahre Spandex Rock, Punk und Emocore zu einem funktionierenden Ganzen. Die Opener “Killers on Abbey Road“ und “Demon(s)laughter“ mit einem Hauch von Southern Flair und durchaus verwandt mit Bands wie “Every Time I Die“ und “Maylene & The Sons Of Disaster“. Sänger Alex Andronikos macht dabei als Shouter eine ebenso gute Figur wie als Sänger. Selbst die Growlparts gehen als gewichtig durch. Die Melodien werden dabei von den beiden Gitarreros Chris Klinke und Amon Horngacher getragen. In der Folge variiert man gerne das Tempo, drosselt herunter, um für den nächsten Hochgeschwindigkeitszug aufzufahren. “Canada is bleeding“ eine Emocore Nummer samt Gangshouts, die sicherlich von den Auftritten mit “Silverstein“ geprägt wurde. “The devil knows your name“ hält dieses Level, rückt aber dafür verspielte Gitarren in den Vordergrund. Die Single “Could it be you“ geht dann fast schon als poppig durch. “Billy Talent“ und “Anti-Flag“ im Punkshaker. Würde diese Einheit nicht immer wieder auch von Double Bass, Shout und Breakdowns geschüttelt werden. Im Allgemeinen muß man sagen, daß bei jedem Song spätestens die eingängigen Refrains mitzureißen vermögen. Live dürfte das eine schweißtreibende Geschichte auf und vor der Bühne sein. Bleibt nicht mehr zu schreiben als: Debüt geglückt. Gerne mehr/wieder.
Anspietipps: “Demon(s)laughter“, “Canada is bleeding“ und “I am the endboss”
Note: 1,9
Trackliste:
1. Killers on Abbey Road
2. Demon(s)laughter
3. Canada is bleeding
4. The devil knows your name
5. Phantoms
6. New hymns for heroes
7. Prepare for the endboss sequence
8. I am the endboss
9. Could it be you
10. Sharp 45 knives
11. Congratulations Miss Purgatory
12. Corridors
13. Interlude
14. Warning!
15. Burning images blowing scenes
Bandmitglieder:
Alex Andronikos – vocals
Chris Klinke – guitar
Benni Kumpf – drums
Michi Klinke – bass
Amon Horngacher – guitar
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