Der Anfang vom Ende
“Not bad for a start…!” heißt es am Schluß der Kurzbiografie von “Nato”. Dabei hat die Laufbahn der englischen Metalcore Formation bereits geendet bevor sie überhaupt die Nordsee oder den Ärmelkanal überwinden konnten. Das Quartett aus Falmouth, Cornwell hat unlängst den Termin für die letzte Show in ihrer Heimatstadt bekannt gegeben. Dabei fing alles durchaus viel versprechend an. Noch im Teenageralter unterzeichnen sie ihren ersten Plattenvertrag bei Rising Records. Die ersten Videos werden auf entsprechenden Musiksendern gezeigt und “Kill em dead cowboy” von Matt Tuck (Bullet For My Valentine) in die persönlichen “Top Ten Videos on MTV2 2008″ übernommen. Supportact von Bands wie “Bring Me The Horizon”, “Johnny Truant”, “Parkway Drive” oder “Enter Shikari”. Doch was bleibt ist der letzte Gig im Dezember und das Debütalbum “Kill the fox to foil the plan”.
Darauf spielen sie eine druckvolle Mischung aus Metal, Grind, Screamo und Hardcore, die durch die satte Produktion ansprechend zum Tragen kommen. Warum es am Ende nicht gereicht hat sich neben Kollegen wie “The Devil Wears Prada”, “Bring Me The Horizon” und Co. zu positionieren, mag zum Einen daran liegen, daß es ihnen zu keiner Zeit gelingt eigene Akzente zu setzen. Man shoutet, keift und singt sich durch die Lyrics, zupft die Gitarrensaiten schneller als der eigene Schatten und bringt sogar einen Hauch von 80er Jahre Metal (Ballroom dance with angels and demons) ins Spiel, doch bedarf es ein wenig mehr, um sich bei all dem Überangebot zu behaupten. Teilweise wollen sie auch einfach zu viel und überladen die Songs mit jugendlicher Ungezügeltheit. Im Gegenzug wiederholen sich die Strukturen relativ oft, was zu Lasten der Unterscheidbarkeit geht. Die Single “Kill em dead cowboys” zeigt aber auch wie es hätte sein können. Die Groove- und Moshparts sitzen, Pit Tempo passt und die Riffs bzw. der cleane Gesang im Refrain fügen sich melodisch ins Gesamtkonzept. Am Ende mögen Nuancen den Ausschlag gegeben haben, denn es gibt genug ähnliche Bands, die mit diesem Konzept schon ihr 2. und 3. Album runtergeleiert haben. Sei’s drum – genießt die Abschiedsshow.
Anspieltipps: “Kill em dead cowboy”, “Devils house of mirrors” und “Red rose deception”
Note: 3,8
Trackliste:
1. Intro
2. The last goodbye
3. Martyr dying
4. Kill em dead cowboy
5. Devils house of mirrors
6. My Cortina tragedy
7. Ballroom dance with angels and demons
8. Red rose deception
9. Thorns without a halo
10. Interlude
11. I am alkatraz
12. Bleed the mechanisms
Bandmitglieder:
Jay Norman – vocals
Ben Charles – guitar
Mike henderson – guitar
Ross Rothero-Bourge – drums, vocals
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